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Unterm Weihnachtsbaum strahlt es zu stark

Informationen zum Thema Jugendliche und Handys

Ausgabejahr 2003
Datum 12.12.2003

Bei vielen Jugendlichen steht das neueste Handy ganz oben auf dem Wunschzettel. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) kann allerdings drei Viertel der in Deutschland erhältlichen Mobiltelefone Jugendlichen nicht empfehlen. Die Faszination der modernen Technik steht in deutlichem Gegensatz zur Frage, welche möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Fortschritt vielleicht mit sich bringt. Eine Antwort hierauf bleibt die Werbung schuldig.

Das BfS beantwortet diese und andere Fragen in seiner neuen Broschüre "Mobilfunk: Wie funktioniert das eigentlich? Tipps und Informationen rund ums Handy". "Mit dieser Broschüre wenden wir uns direkt an Jugendliche. Neben leicht verständlichen Informationen zur Funktionsweise des Mobilfunks erfahren sie, was es mit der hochfrequenten Strahlung auf sich hat und wie man beim Telefonieren mit dem Handy ganz einfach weniger Strahlung abbekommt", erläutert Dirk Daiber, Pressesprecher des BfS.

Strahlung vermeiden kann man zum Beispiel mit einem Handy, das einen niedrigen SAR-Wert aufweist. Dieser gibt die Leistung an, die beim Telefonieren vom Kopf absorbiert wird. Handys mit SAR-Werten bis zu 0,6 W/kg werden vom Blauen Engel als strahlungsarm empfohlen. "Knapp drei Viertel der in Deutschland erhältlichen Handys erfüllt die Kriterien des Blauen Engels nicht - die Hersteller haben dieses Umweltzeichen auch nach wie vor für die geeigneten Produkte nicht beantragt. Ich halte es für nicht nachvollziehbar, dass diese Form der verantwortlichen Produktinformation immer noch nicht gegeben wird", so Daiber. Das BfS fordert, zumindest den SAR-Wert direkt auf dem Gerät anzugeben und nicht nur, wie bislang, in der Bedienungsanleitung. Im Sinne der verantwortungsbewussten Vorsorge im Strahlenschutz kann der SAR-Wert nicht zuletzt ein wichtiger Orientierungspunkt für die weihnachtliche Kaufentscheidung der Eltern sein. Das BfS empfiehlt: Wer zu Weihnachten ein Handy verschenkt, sollte unsere Broschüre dazulegen.

Stand: 12.12.2003

© Bundesamt für Strahlenschutz