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Wie funktioniert eigentlich so eine ODL-Sonde?
Viele Besucher von INFO KONRAD fragen: Wie funktioniert eigentlich so eine ODL-Sonde? Sollte auch Sie diese Frage beschäftigen, müssen Sie uns nicht zwingend in der Chemnitzer Straße besuchen, um eine Antwort zu erhalten. Denn hier erfahren Sie nicht nur, wie hoch die Gamma-Ortsdosisleistung in Ihrer Umgebung ist, sondern auch wie ein solcher Messwert entsteht.
ODL-Sonde zur Messung der Ortsdosisleistung
Die Grundlage für die so genannte ODL-Sonde bilden zwei Geiger-Müller-Zählrohre. Das kurze Rohr ist für eine hohe Dosis an Gammastrahlung, das lange Rohr für niedrige Dosen. In beiden Rohren befinden sich ein Zählgas sowie ein hauchdünner Draht der weniger als 0,1 Millimeter Durchmesser hat. Auf diesem liegt eine Hochspannung, sodass zwischen Draht und Außenhülle ein starkes elektrisches Feld entsteht. Die ankommende Gammastrahlung erzeugt im Zählgas elektrische geladene Ionen. Diese werden im elektrischen Feld beschleunigt und lösen durch weitere Stoßionisation eine Lawine von Ladungsträgern aus und damit einen kurzen Stromimpuls zwischen Draht und Außenhülle. Dieser wird über Verstärker in ein Signal umgewandelt. Die Sonde sendet das Signal an einen Messwertsender. der diese Impulse zählt und daraus Minuten-, Zehnminuten- und Zweistundenwerte für die Ortsdosisleistung berechnet. Die Daten werden über das öffentliche Fernsprechnetz an den jeweiligen Messnetzknoten gesendet.
Für jede Messstelle sind ortsspezifische Schwellenwerte festgelegt, bei deren Überschreiten automatisch eine Spontanmeldung der Messstelle an die Messnetzknoten erfolgt. Im routinemäßigen Betrieb werden die Messwerte alle 24 Stunden geprüft und an IMIS übergeben.
Stand: 24.10.2008