Schachtanlage Konrad 2.

Die vorgesehene Einlagerung radioaktiver Abfälle in das Endlager Konrad

erfolgt über diesen Schacht nach unter Tage.

Zur weiteren Beförderung müssen die Abfallbehälter auf ein hierzu bereitgestelltes Transportfahrzeug

umgeladen werden und dann durch eine Einlagerungstransportstrecke

zur vorbereiteten Einlagerungskammer transportiert werden.

Die Einlagerungstranssportstrecke muss mit einem hohen technischen Aufwand erstellt werden.

Dazu werden Bergbauspezialmaschinen benötigt.

Hier wird ein Bohrhammer eingesetzt, der das Gestein herausbricht.

Das gebrochene Gestein wird danach abtransportiert.

Die hier zu sehende Art des Streckenausbaus ist im Bergbau so nicht üblich.

Um den besonderen Ansprüchen eines Endlagerbergwerks gerecht zu werden

hat man hier Elemente aus dem Tunnelbau übernommen.

Im Endlager wie im Tunnelbau hat man eine hohe Anforderung an das Bauwerk.

Die entstehende Einlagerungstransportstrecke

muss für die gesamte Betriebszeit des Endlagers standfest und wartungsfrei bleiben.

Die Einlagerungstransportstrecke wird in zwei Bauphasen errichtet,

zuerst wird der hier zu sehende äußere Ausbau erstellt.

Damit die Gesteinsbewegung, auch als Konvergenz bezeichnet,

den Betonkörper nicht zerstört, werden Fugen in den Baukörper eingelassen.

Sind diese vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen,

werden die vorgefertigten Flächen mit Spritzbeton ausgefüllt.

Zur Sicherung des Ausbaus müssen bis zu 18 Meter lange Anker im Gebirge befestigt werden.

Aufgrund der hohen Staubbelastungen

sind die Bergleute mit entsprechender Schutzausrüstung ausgestattet.

Die Entspannung des Gebirges, die mit der Gesteinsbewegung verbunden ist,

sorgt dafür, dass die Fugen sich langsam schließen werden.

Ist dieser Zustand erreicht, wird der Innenausbau vorgenommen.

Diese Strecke ist dann vom Ausbau her mit einem Tunnel vergleichbar.