Konrad wird ein Endlager für radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung.

Für die langzeitsichere Einlagerung werden im Bergwerk neue Kammern erstellt.

Die neuen Einlagerungskammern werden entsprechend den geltenden Sicherheitsbedingungen

mit Hilfe großer Gesteinsfräsen, so genannter Teilschnittmaschinen aufgefahren.

Die rund 130 Tonnen schwere und 1000 PS starke Maschine bricht das Gestein

mittels eines rotierenden Schneidkopfes.

Über ein Förderband wird das gebrochene Gestein durch die Maschine transportiert

und in die Schaufel eines Radlagers befördert.

Dieser kann mit einer Ladung bis zu 15 Tonnen Haufwerk transportieren.

Das Fahrzeug verbringt das gebrochene Gestein in verschiedene Bereiche des Bergwerks.

So wird der Abraum genutzt, um nicht mehr benötigte Strecken zu verfüllen.

Nachdem die Hohlräume auf ihre endgültige Größe von sieben mal sechs Metern aufgeschnitten sind,

werden sie mit Maschendraht und Ankern gesichert.

Dazu bohren Ankerbohrlochmaschinen rund 180 Zentimeter tiefe Löcher.

In diese werden so genannte Spreizhülsenanker eingebracht.

Sie erfüllen eine Dübelfunktion, sind 180 cm lang und aus Stahl.

Sie dienen zum einen dazu, aufgelockertes Gestein an den Gesteinsverband zu ziehen,

zum anderen fixieren sie den Maschendraht.

Mit einem Schrauber wird der Anker angezogen.

Dabei verspannt sich die Hülse im Gebirge, der Anker sitzt fest.

Mit einem Drehmomentschlüssel wird händisch nachgezogen.

Mit Sprühfarbe wird der nun gesicherte Anker deutlich sichtbar markiert,

um ihn von den anderen zu unterscheiden.

Pro Quadratmeter wird mindestens ein Anker gesetzt.

So gesichert ist der fertige Bereich der Einlagerungskammer nun gefahrlos zu betreten.

Hier werden in einigen Jahren Container mit radioaktivem Abfall stehen.